Was kostet Google Ads? Klickpreise, Budgets und Agenturkosten 2026
Google Ads hat kein Mindestbudget. Technisch startest du ab 1 Euro am Tag. Praktisch brauchst du 500 bis 1.500 Euro Mediabudget im Monat, damit der Algorithmus genug Daten bekommt und du überhaupt etwas auswerten kannst. Dazu kommt die Betreuung, bei uns ab 500 Euro im Monat.
Der Klickpreis ist dabei die Zahl, über die am meisten geredet und am wenigsten gemessen wird. Deshalb steht sie hier weiter unten mit echten Werten statt mit Spannen.
Die drei Kostenblöcke
| Block | Höhe | Geht an |
|---|---|---|
| Mediabudget | 500 bis 5.000 € im Monat | |
| Betreuung | 300 bis 1.500 € im Monat oder 10 bis 20 Prozent vom Budget | Agentur |
| Einrichtung | 0 bis 2.500 € einmalig | Agentur |
Wer nur eine Zahl nennt, meint meistens das Mediabudget und verschweigt die Betreuung. Frag bei jedem Angebot nach, welcher der drei Blöcke gemeint ist.
Was ein Klick wirklich kostet
Die folgenden Klickpreise haben wir am 22. September 2026 über die Keyword-Datenbank für Deutschland gemessen, nicht geschätzt:
| Branche | Klickpreis | gemessen an |
|---|---|---|
| Agentur und B2B | 8,86 € | seo agentur |
| Handwerk Notdienst | 4,76 € | notdienst klempner |
| Webdesign | 3,98 € | webdesign agentur |
| Versicherung | 3,33 € | berufsunfähigkeitsversicherung |
| Umzug | 3,20 € | umzugsunternehmen |
| Rechtsanwalt | 1,28 € | anwalt familienrecht |
| Fotograf | 1,16 € | hochzeitsfotograf |
| Chauffeurservice | 1,01 € | limousinenservice frankfurt |
| Steuerberater | 0,92 € | steuerberater finden |
| Zahnarzt | 0,51 € | zahnimplantat kosten |
| Fitnessstudio | 0,49 € | fitnessstudio mitgliedschaft |
| Tattoo-Studio | 0,41 € | tattoo studio |
Der Faktor zwischen Tattoo-Studio und B2B-Agentur ist 21. Das ist der eigentliche Grund, warum pauschale Budgetempfehlungen nichts taugen: 500 Euro sind im Tattoo-Markt gut 1.200 Klicks und im Agenturmarkt 56.
Auffällig ist auch, dass hohe Suchvolumen nicht teuer sein müssen. „tattoo studio" hat 90.500 Suchen im Monat und kostet 0,41 Euro pro Klick, „seo agentur" hat 12.100 und kostet 8,86. Nicht die Nachfrage treibt den Preis, sondern was ein Kunde am Ende wert ist.
Warum Google Ads teuer wirken
Weil die meisten Konten am falschen Ende messen. Wer auf den Klickpreis schaut, optimiert auf billige Klicks. Wer auf den Preis pro Anfrage schaut, optimiert auf Kunden, und das sind selten dieselben Keywords.
Ein Beispiel aus einem Konto, das wir betreuen: Für ein Tattoo-Studio in Friedberg lief eine Performance-Max-Kampagne mit 39 Conversion-Events bei 19 Euro pro Akquisition und 3,93 Prozent Conversion Rate. Rechnet man das zurück, waren das rund 990 Klicks für etwa 740 Euro, also ein durchschnittlicher Klickpreis von 75 Cent. Deutlich über den 41 Cent für das generische Hauptkeyword. Die teureren Klicks waren die, die konvertiert haben.
Ab welchem Budget es sich lohnt
Rechne rückwärts über den Kundenwert, nicht über das Budget.
Bei 19 Euro pro Anfrage und einer Abschlussquote von einem Drittel kostet dich ein Kunde 57 Euro. Bei einem Tattoo-Termin von 300 Euro trägt sich das ab dem ersten Kunden. Bei einer B2B-Agentur mit 8,86 Euro Klickpreis und derselben Conversion Rate kostet eine Anfrage rund 225 Euro und ein Kunde 675. Das trägt sich nur, wenn ein Auftrag vierstellig ist.
Die Faustregel, die daraus folgt: Google Ads lohnt sich, wenn dein Deckungsbeitrag pro Kunde mindestens das Fünffache der erwarteten Akquisitionskosten beträgt. Alles darunter ist ein Test, keine Strategie.
Was eine Agentur kostet
Prozentual vom Mediabudget
10 bis 20 Prozent, üblich bei größeren Konten. Der Nachteil liegt auf der Hand: Die Agentur verdient mehr, wenn du mehr ausgibst. Bei kleinen Budgets funktioniert das ohnehin nicht, weil 15 Prozent von 800 Euro niemanden bezahlen.
Fester Monatsbetrag
300 bis 1.500 Euro, üblich bei kleinen und mittleren Konten. Ehrlicher bei kleinem Budget und der Grund, warum wir es so machen.
Einrichtung
0 bis 2.500 Euro einmalig für Kontostruktur, Conversion-Tracking und die ersten Kampagnen. Wer hier null nimmt, rechnet es woanders ein.
Wann Google Ads nicht sinnvoll sind
Das sagen Agenturen ungern, weil es Umsatz kostet. Trotzdem:
Wenn deine Website nicht konvertiert, verbrennt jedes Ads-Budget. Ein Klick kostet gleich viel, egal ob die Seite in 1,3 oder in 8 Sekunden lädt. Wir haben bei einem Studio den Largest Contentful Paint erst von 3,0 auf 1,3 Sekunden gebracht, bevor wir Anzeigen geschaltet haben. Andersherum hätten wir bezahlten Traffic auf eine Seite geschickt, die ihn nicht hält.
Ebenfalls schlecht: sehr lange Entscheidungswege ohne Zwischenschritt, sehr kleine Warenkörbe, und Märkte, in denen du gegen Anbieter mit dem zehnfachen Budget antrittst, ohne dich zu unterscheiden.
Was Google Ads bei uns kostet
Betreuung ab 500 Euro im Monat, ohne prozentuale Beteiligung an deinem Mediabudget. Einrichtung inklusive, wenn die Betreuung läuft. Das Mediabudget zahlst du direkt an Google, wir fassen es nicht an.
Wir starten Anzeigen erst, wenn die Zielseite trägt. Das ist keine Verkaufsmasche, sondern die Reihenfolge, in der das Geld nicht verloren geht.
Häufige Fragen
Wie teuer sind Google Ads wirklich?
Du zahlst pro Klick, nicht pro Einblendung. Der Klickpreis liegt in Deutschland je nach Branche zwischen 0,41 und 8,86 Euro, gemessen im September 2026. Realistisch brauchst du 500 bis 1.500 Euro Mediabudget im Monat plus 300 bis 1.500 Euro Betreuung, wenn du nicht selbst optimierst.
Warum sind Google Ads so teuer?
Der Preis entsteht in einer Auktion, und du bietest gegen alle anderen, die denselben Kunden wollen. Teuer wird es dort, wo ein einzelner Kunde viel Umsatz bringt. Deshalb kostet ein Klick bei einer B2B-Agentur das Einundzwanzigfache eines Klicks im Tattoo-Markt, obwohl dort siebenmal mehr gesucht wird.
Wie kann ich Google Ads kostenlos nutzen?
Gar nicht. Was es gibt, sind Startguthaben für Neukonten, meist gekoppelt an eine Mindestausgabe im ersten Monat. Das ist ein Rabatt, kein kostenloses Konto. Kostenlos sichtbar wirst du über SEO und dein Google-Unternehmensprofil, und das ist bei lokalen Dienstleistungen oft der bessere erste Schritt.
Wie stelle ich das Budget richtig ein?
Google rechnet mit einem Tagesbudget und darf an einzelnen Tagen bis zum Doppelten ausgeben, gleicht das aber über den Monat aus. Setz das Tagesbudget also auf dein Monatsbudget geteilt durch 30,4 und erschrick nicht über einzelne Ausreißer. Wichtiger als die Höhe ist, dass Conversion-Tracking sauber läuft, bevor du hochdrehst.
Sind Google Ads noch sinnvoll, wenn alle KI fragen?
Für Suchen mit klarer Kaufabsicht ja. Wer „notdienst klempner" tippt, will jetzt jemanden anrufen und liest keine KI-Zusammenfassung. Bei informationalen Suchen verschiebt sich dagegen gerade viel in die KI-Antworten, und dort hilft dir kein Anzeigenbudget, sondern Inhalte, die zitiert werden.
Wie viel Budget brauche ich für Meta Ads?
Meta ist pro Klick günstiger, verlangt aber mehr Budget für die Lernphase, weil der Algorithmus Ereignisse braucht. Unter 500 Euro im Monat pro Anzeigengruppe kommt eine Kampagne selten aus der Lernphase heraus. Für lokale Dienstleister mit klarer Nachfrage ist Google meist der bessere Start, für erklärungsbedürftige Angebote und Markenaufbau Meta.
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