Was kostet SEO? Preise 2026 und ab wann es sich rechnet

Laufende SEO-Betreuung kostet in Deutschland zwischen 1.000 und 5.000 Euro im Monat. Agenturen rechnen mit 90 bis 200 Euro pro Stunde, Freelancer mit 70 bis 80. Bei uns startet SEO zusammen mit KI-Sichtbarkeit bei 1.000 Euro monatlich.

Die Spanne ist deshalb so breit, weil "SEO" drei sehr verschiedene Dinge meinen kann. Diese Seite erklärt, was den Unterschied zwischen 1.000 und 5.000 ausmacht, und rechnet vor, ab wann sich das trägt.

Die drei Abrechnungsmodelle

ModellSpanneWofür
Monatliche Betreuung1.000 bis 5.000 €Laufende Optimierung, Content, Monitoring
Einmaliges Audit oder Projekt1.500 bis 10.000 €Bestandsaufnahme, technischer Umbau, Relaunch
Stundensatz90 bis 200 € Agentur, 70 bis 80 € FreelancerPunktuelle Arbeit, Beratung

Der Stundensatz ist für die Einordnung nützlich, als Abrechnungsform aber der schlechteste Modus. Er belohnt Aufwand, nicht Ergebnis, und niemand kann vorher sagen, wie viele Stunden ein Ranking braucht.

Was den Preis wirklich treibt

Hier wird es konkret, und hier liegt der Grund für die Spanne.

Die Zahl der URLs

Ein Studio mit 24 Seiten ist ein anderes Projekt als ein Shop mit 4.000 Produktseiten. Bei 24 URLs kann man jede einzeln anfassen; das haben wir bei einem Tattoo-Studio in Friedberg gemacht, am Ende standen alle 24 auf guten Core Web Vitals und null technischen Fehlern. Bei 4.000 Seiten arbeitet man mit Templates und Regeln, das ist eine andere Disziplin und ein anderer Preis.

Ob Content entsteht oder nur optimiert wird

Das ist der größte Posten, und er wird am häufigsten unterschätzt. Bei einer B2B-Agentur in Berlin haben wir in sechs Monaten von 9 indexierten Seiten auf über 85 Content-Pieces ausgebaut, davon 60 Blogartikel über fünf Monate. Die Technik dahinter war in Phase 1 nach 25 Seiten abgeschlossen. Der Rest war Schreiben. Wer 1.000 Euro zahlt, bekommt Optimierung von Bestehendem. Wer Content in dem Umfang will, landet oberhalb von 3.000.

Ob die Seite technisch überhaupt tragfähig ist

Bei demselben Tattoo-Studio lag der Largest Contentful Paint anfangs bei 3,0 Sekunden, GTmetrix-Note D. Vor dem Fix hätte jeder Content-Euro ins Leere gearbeitet. Nach dem Fix: 1,3 Sekunden, Note A, und der organische Traffic ging von 700 auf 1.800 Besucher im Monat. Die Reihenfolge ist nicht verhandelbar, und sie kostet im ersten Monat mehr als in den folgenden.

Die Wettbewerbsdichte

Ein Chauffeurservice in Frankfurt steht gegen zwanzig Anbieter, die alle dieselben drei Keywords wollen. Dort stand nach vier Wochen Top 10 für die Hauptkeywords, weil die Konkurrenz technisch schwach war. In einem Feld mit gut gemachten Wettbewerbern dauert dasselbe sechs Monate und kostet entsprechend.

Ab wann rechnet sich das

Rechne es von hinten. Bei 1.000 Euro im Monat und 12 Monaten sind das 12.000 Euro. Was muss ein Kunde wert sein, damit sich das trägt?

Ein Vergleichsanker aus einem echten Konto: Bei Google Ads haben wir für dasselbe Tattoo-Studio 39 Conversion-Events zu 19 Euro pro Akquisition erzielt. Das ist der bezahlte Preis für eine Anfrage in einer mittelumkämpften lokalen Nische. SEO muss über 12 Monate unter diesen Wert kommen, sonst ist das Budget bei Ads besser aufgehoben.

Bei einem Kundenwert von 500 Euro brauchst du also rund 24 zusätzliche Abschlüsse im Jahr, damit 12.000 Euro aufgehen. Bei einem Kundenwert von 5.000 Euro reichen drei. Deshalb ist SEO für Kanzleien, Handwerker mit großen Aufträgen und B2B-Dienstleister meist rentabel, und für Geschäfte mit 20-Euro-Warenkorb meist nicht.

Agentur, Freelancer oder selbst machen

KostenStärkeSchwäche
SelbstZeit plus Tools ab 100 € im MonatDu kennst dein GeschäftTechnisches SEO und Content gleichzeitig ist ein Vollzeitjob
Freelancer70 bis 80 € pro StundeGünstig, direkter DrahtEine Person kann Technik, Text und Ads selten gleich gut
Agenturab 1.000 € im MonatMehrere Disziplinen parallelTeurer, und bei kleinen Budgets bekommst du Junior-Zeit

Selbst machen funktioniert für die Basis wirklich. Google Business Profile pflegen, Öffnungszeiten stimmen lassen, auf Bewertungen antworten, saubere Titel schreiben: das ist kein Agenturthema und bringt lokal oft mehr als die ersten 1.000 Euro Betreuung. Was in der Praxis scheitert, ist der Schritt danach, weil technisches SEO, Content-Produktion und Monitoring gleichzeitig laufen müssen.

Einmalig oder monatlich

Ein einmaliges Audit für 1.500 Euro ist sinnvoll, wenn du wissen willst, woran du bist, bevor du dich bindest. Es ist nicht sinnvoll, wenn niemand die Befunde danach umsetzt. Wir haben genug Audits gesehen, die als PDF im Ordner liegen.

Monatliche Betreuung ist sinnvoll, sobald Content produziert wird oder sich der Wettbewerb bewegt. Rankings sind kein Zustand, den man einmal herstellt.

Was SEO bei uns kostet

SEO zusammen mit GEO, also Sichtbarkeit in ChatGPT, Perplexity und den KI-Antworten von Google, beginnt bei 1.000 Euro im Monat. Eine einmalige B2B-SEO-Analyse kostet 1.500 Euro netto. Eine neue Website liegt bei 6.000 Euro, eine einzelne Landingpage bei 5.000.

Damit liegen wir am unteren Rand der Marktspanne. Der Grund ist nicht Großzügigkeit, sondern Zuschnitt: Wir arbeiten mit kleinen und mittleren Unternehmen im Rhein-Main-Gebiet und in der Wetterau, meist mit überschaubaren Seitenzahlen. Bei 4.000 Produktseiten wären wir nicht der richtige Partner, und wir würden es sagen.

Ebenfalls nicht der richtige Partner sind wir, wenn du nach drei Monaten Platz eins erwartest. Bei schwacher Konkurrenz sind vier Wochen möglich, das haben wir gesehen. Der Normalfall sind vier bis sechs Monate bis Top 10 für die Hauptkeywords.

Was in einer monatlichen Betreuung enthalten sein muss

Die Angebote sehen sich alle ähnlich, bis man nachfragt. Diese fünf Punkte entscheiden, ob 1.500 Euro im Monat teuer oder günstig sind:

  1. Wie viele Stunden stecken drin, und wer leistet sie? Ein Retainer von 1.500 Euro bei 120 Euro Stundensatz sind 12,5 Stunden. Das ist wenig. Frag, ob davon Senior- oder Junior-Zeit gemeint ist.
  2. Wird Content produziert oder nur optimiert? Ein Blogartikel mit Recherche kostet intern 400 bis 800 Euro. Zwei Artikel im Monat sind also schon der halbe Retainer.
  3. Wer schreibt die Texte, und werden sie fachlich geprüft? Bei Kanzleien, Ärzten und Handwerk fällt ungeprüfter KI-Text sofort auf, und Google bewertet ihn entsprechend.
  4. Was passiert bei technischen Problemen? Ein kaputter Canonical oder eine versehentlich blockierte robots.txt kostet Rankings in Tagen. Klär, ob das im Retainer steckt oder extra abgerechnet wird.
  5. Worauf wird berichtet? Rankings und Impressionen sind Zwischengrößen. Die Zahl, die zählt, ist die Anfrage.

Woran du eine schlechte SEO-Rechnung erkennst

Drei Dinge, bei denen wir abraten würden:

Ranking-Garantien

Niemand kontrolliert Googles Index. Wer Platz eins garantiert, meint entweder ein Keyword, das niemand sucht, oder er weiß es besser und sagt es trotzdem.

Backlink-Pakete nach Stückzahl

"500 Backlinks für 300 Euro" ist kein SEO, das ist ein Risiko. Relevante Links entstehen einzeln und kosten Zeit.

Reporting ohne Anfragen

Ein Bericht, der Impressionen und Rankings zeigt, aber nicht, wie viele Anfragen daraus wurden, verschleiert das Einzige, was zählt. Wir importieren dafür Search-Console- und PageSpeed-Daten automatisch und legen die Anfragen daneben; bei einem Kunden läuft das inzwischen ohne einen einzigen Handgriff im Monat.

Was kostet KI-Sichtbarkeit zusätzlich

Diese Frage beantwortet in der Kostenübersicht sonst kaum jemand, obwohl sie seit 2025 gestellt wird.

Die gute Nachricht: Der Großteil ist derselbe Aufwand. KI-Antwortmaschinen ziehen ihre Quellen überwiegend aus den Suchmaschinen, wer dort rankt, wird zitiert. Was zusätzlich anfällt, ist überschaubar und einmalig: sauberes Schema Markup, eine llms.txt, Bing Webmaster Tools einrichten, weil ChatGPT seine Websuche über Bing bezieht, und die Entity-Definition auf Website, Google-Profil und in allen Verzeichnissen identisch halten. Das sind wenige Stunden Setup.

Der laufende Teil ist die Messung. Einmal im Monat dieselben Prompts in ChatGPT, Perplexity und Google testen und dokumentieren, ob und wie die Marke genannt wird. Das kostet Zeit, aber keine Lizenzen. Bei uns steckt es in den 1.000 Euro mit drin, weil wir es ohnehin für jeden Kunden machen.

Häufige Fragen

Kann ich SEO selbst machen?

Die lokale Basis ja, und du solltest es sogar. Google Business Profile vollständig ausfüllen, wöchentlich Fotos hochladen, auf jede Bewertung antworten, Titel und Beschreibungen sauber schreiben. Das kostet nichts außer Zeit. Technisches SEO, Content in Serie und laufendes Monitoring sind der Punkt, an dem es in der Praxis kippt.

Wie viel kostet es, bei Google ganz oben zu stehen?

Für den ersten organischen Platz gibt es keinen Preis, den man zahlen kann. Was man kaufen kann, ist die Anzeige darüber, und die kostet pro Klick. In einer mittelumkämpften lokalen Nische haben wir 19 Euro pro Akquisition gesehen, in umkämpften B2B-Feldern ist ein Vielfaches normal. Organisch Platz eins für ein Hauptkeyword dauert realistisch vier bis sechs Monate.

Welche kostenlose SEO-Software gibt es?

Google Search Console und Google Analytics decken die Messung ab und kosten nichts. Für technische Crawls gibt es Screaming Frog bis 500 URLs gratis, für Core Web Vitals PageSpeed Insights. Bing Webmaster Tools lohnt sich zusätzlich, weil ChatGPT seine Websuche über Bing bezieht. Damit kommst du erstaunlich weit; was fehlt, sind Wettbewerbsdaten und Rankings über Zeit.

Ist SEO noch zeitgemäß, wenn alle ChatGPT fragen?

Die Frage stellt sich anders, als sie klingt. KI-Antwortmaschinen ziehen ihre Quellen überwiegend aus den Suchmaschinen. Wer dort oben steht, wird zitiert. Was sich ändert, ist die Messgröße: Nicht jede Nennung bringt einen Klick, und nicht jeder Klick bringt eine Anfrage. Deshalb messen wir seit 2025 zusätzlich, ob und mit welchem Wortlaut ein Kunde in ChatGPT, Perplexity und den KI-Übersichten auftaucht.

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